#13 Von Zylindern und Rosen - Sexualpädagogik in der Kita mit Daniela Faller
Shownotes
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00:00:00: Herzlich willkommen beim Kita-Kompass, deinem Podcast für starke Haltung, klare Führung und moderne Pädagogik im Kita-Alltag.
00:00:08: Hier geht es nicht um Theorie von der Stange, hier geht es um echte Praxis, mutige Perspektiven und die Frage wie gelingt Kita heute wertvoll?
00:00:18: Ich bin Sebastian Lisowski, Pädagogik Mentor, Fachberater und Dein Sparringpartner für alles was Kita bewegt!
00:00:24: Und heute habe ich eine spannende Stimme an meiner Seite Daniela Falla.
00:00:29: Schön, dass du da bist, liebe Daniela!
00:00:31: Dass ich dabei sein darf?
00:00:33: Ich freue mich mega!
00:00:35: Ja vielleicht für alle Zuschauerinnen an der Stelle.
00:00:39: das Ding ist ja ganz spontan gerade entstanden.
00:00:41: Ich habe Daniela heute morgen live gesehen und dachte mir so... Stimmt, Daniela hat ja ein tolles Thema.
00:00:49: Dass ich definitiv gerne in diesem Podcast abhandeln möchte.
00:00:52: aber bevor wir inhaltlich auf das Thema kommen und lange lebe die Selbstständigkeit und die Spontanität.
00:00:59: Liebe Daniela magst du dich mal vielleicht in allem was für dich wichtig ist?
00:01:03: Für unsere ZuhörerInnen, unsere SchauerInnen mal persönlich vorstellen wer bist Du Was machst Du Und was sind so deine Themen?
00:01:11: Ja, du hast ja schon gesagt ich bin Daniela.
00:01:14: Ich war selber vierzehn Jahre Kita-Leitung und Erzieherin das heißt ich kenne die pädagogische Praxis und da bin ich auch das erste Mal auf mein Herzensthema sexual pädagogisch gestoßen so voll in der Praxis.
00:01:27: Genau, bin dann aber nach vierzehnt Jahren als Kita- Leitung ausgestiegen ins Jugendamt gegangen zum Thema frühe Hilfenprävention
00:01:34: etc.,
00:01:34: d. h. Ich gucke mir das Thema Kinderschutz und Präventionsarbeit nicht nur von der praktischen Seite an, sondern auch so ein bisschen aus der Jugendsamt- und Perspektive.
00:01:45: Genau!
00:01:45: Und habe mich dann, zwanzig, einundzwanzig selbstständig gemacht als Fortbildnerin und begleite jetzt gerade ganz viele Einrichtungen rund um Themen wie gewaltfreie Pädagogik, Schutzkonzepte, sexualpädagogic Bedürfnisorientierung all die Themen und reist da auch mittlerweile kann man schon sagen in deutschlandweit um rum.
00:02:07: Und habe jetzt im nächsten Jahr auch ein eigenes Fortbildungsinstitut hier unten bei uns am Hoch rein gegründet, das heißt ich bin hier unten an der schweizer Grenze ansässig.
00:02:18: Genau!
00:02:19: Und liebe das Reisen aber auch die Beständigkeit zu Hause dann hoffentlich in meinen eigenen Räumen.
00:02:25: Ja Wahnsinn und das sind ja Themen die du abdeckst bessere Querschnitt gar nicht bieten können als Bedürfnisorientierung, Kinderschutz und kindliche Sexualität beziehungsweise Sexualpädagogik.
00:02:39: Also wie gehen wir mit kindlicher Sexualität professionell?
00:02:43: Und ich kann mir vorstellen dass vor allem... Ich weiß ja Kinderschurz ist schon immer so ein heikles Thema wobei das Gott sei Dank ja immer populärer wird und immer relevanter wird stelle ich mir vor Kindliche Sexualität und das Thema Sexualpädagogik, vor allem wenn wir unsere aktuelle politische Situation ja betrachten.
00:03:04: Ein sehr sensibles und vielleicht auch ein Stück weit heikles Thema ist denn ihr?
00:03:09: vielleicht kannst uns mal kurz erklären wie bist du zu diesem Thema gekommen?
00:03:14: Und was macht dieses Thema für dich so relevant und so wichtig?
00:03:18: Also ganz spannend ist es schon ungefähr zehn Jahre her, wo ich auf das Thema gekommen bin.
00:03:23: Und zwar aus einer ganz einfachen Situation oder aus einer doofen Situation.
00:03:28: Kinder haben bei uns in der Kita-Körpererkundung Spiele gemacht und es waren zwei ältere Kinder und ein jüngeres Kind und die Kollegin ist dazugekommen und hat sofort Kopfkino gehabt.
00:03:39: und er hat sofort gedacht oh Gott was kann hier passiert sein?
00:03:43: Obwohl nichts war!
00:03:44: Und ich zu mir ins Büro gekommen habe gesagt Daniela Hilfe.
00:03:49: Und mit diesem Hilfe-Gefühl sind wir in das Elterngespräch und ins Gespräch mit den Kindern gegangen.
00:03:54: Man kann sich's vorstellen, wenn ich so in dieser aufgewühlten überforderten Situation bin... Wir haben die Situation damals voll gegen die Wand gefahren also mit voller Unsicherheit bei den Eltern und oh mein Gott was könnte passiert sein?
00:04:06: Und haben die Kinder da etwas gemacht und sind da Grenzen verletzt worden?
00:04:12: Aufregung und Überforderungen.
00:04:14: von uns Fachkräften habe ich gemerkt, es gibt bei uns damals keinen der mich unterstützen konnte als Leitung.
00:04:22: Und dadurch dass sich da mal schon immer im Hinterkopf hatte, ich möchte gerne mehr in die Erwachsenenbildung rein, habe ich mir das Thema erarbeitet.
00:04:30: Das war sozusagen auch mein allererstes Seminartema!
00:04:35: Jetzt mache Ja, seit acht Jahren auf Elternbasis und seit fünf Jahren jetzt wirklich als Fortbildung für pädagogische Fachkräfte.
00:04:43: Und da merke ich genau das was du angesprochen hast so die eigene Unsicherheit des politischen Klima, Die Verunsicherung – was sagt auch?
00:04:50: Was sagen gewisse Strömungen zur Sexualpädagogik.
00:04:55: Und gleichzeitig haben wir neben dieser Verunsicherung aber auch mittlerweile eine ganz gute Lage in Form von die Kinderrechte, die immer bekannter werden.
00:05:05: Das SGB VIII, die uns einen Aufentbildungsauftrag mitgeben.
00:05:08: Wir haben es in den Bildungsplänen mittlerweile sehr gut verankertes Thema Psexualpädagogik.
00:05:14: und seit einundzwanzig merke ich schon auch mit den Schutzkonzepten.
00:05:18: das ist immer mehr an Stellenwert in den Einrichtungen hat sich mit dem Thema auseinanderzusetzen Weil es einfach ein sehr persönliches Thema ist.
00:05:26: Also jeder bringt seine eigene Biografie mit, jeder bringt eine eigene Prägung und seine eigene Erziehung mit.
00:05:32: Jeder hat irgendwo gewisse Berührungspunkte.
00:05:36: Das macht schon auch ein sehr sensibles Thema.
00:05:40: Ja wenn ich daran denke, wenn ich so persönlich an mich gucke, waren meine erste Erfahrungen... Mit meiner eigenen Sexualität und mit Begrifflichkeiten, da fängt es ja glaube ich schon an.
00:05:52: Wie benenne ich Geschlechtsorgane?
00:05:58: Wie wird quasi mein Umgang damit auch benannt?
00:06:01: Und welchen Rahmen kriege ich dafür?
00:06:04: Ich glaube, mein allererstes Mal war tatsächlich... selbst war ja nie in Kita.
00:06:08: So das muss ich auch mal dazu sagen.
00:06:11: aber ich glaub mein erster so richtig bewusster Berührungspunkt war der Sexualkundenunterricht in der vierten Klasse.
00:06:17: und da kann ich dir einfach mal wirklich sagen, da haben wir darüber gesprochen wie was kennt ihr für Begriffe?
00:06:23: Da ist ja wirklich von Penis bis alle Begrifflichkeiten ohne die Sachen jetzt hier zu wiederholen alles gefallen für jegliches Körperteil.
00:06:33: Und ich erinnere mich noch sehr stark daran, dass wir einen Film geguckt haben der im Zeichentrickstil war und zwei Szenen sind für mich sehr intensiv hengeblieben.
00:06:45: Spermium, das mit einer Rose, einer Praline und einem Zylinder in Richtung Eizelle unterwegs war.
00:06:54: Und zwei Katzen die sich aneinander gerieben haben so Comic-Katzen.
00:07:00: Das sind zu meinen ersten Erfahrungen nur Berührungspunkte die ich mit dem Thema hatte.
00:07:06: Und wenn ich jetzt aber auf die Erziehung zum Beispiel mit meinem eigenen Sohn gucke, wo ich ja auch anfange genau diese Begrifflichkeiten wie Penis, Vulva und so weiter entsprechend zu benennen.
00:07:19: Wo vorher auch ein bisschen unbehagene Berührungsängste waren, diese Begriffe so wie sie richtig sind zu verwenden für meinen Sohn mittlerweile mit seinen fünf Jahren einfach selbstverständlich sind.
00:07:34: Du hast ein Penis, und der hat auch einen Penis.
00:07:36: Aber nein, Mama hat keinen Penis!
00:07:39: Was hat sie dann?
00:07:40: Eine Vulva... Ja okay.
00:07:41: Und dann kommen wir da ja schon mal in einem ganz anderen Kontext.
00:07:47: Wie hast du denn, wenn du sagst, du beschäftigst dich seit zehn Jahren damit was wirklich echt, also ein Jahrzehnt an dieser Stelle ... Ich muss
00:07:55: nicht betonen dass ich mittlerweile älter bin
00:07:57: ne?!
00:07:57: Nein, du siehst ja nicht.
00:07:59: Wir sehen noch beide noch jung knackig frisch aus.
00:08:00: also von daher man sieht uns unser Alter nicht an.
00:08:03: aber ich finde es trotzdem darf mal erwähnen dass da eine Expertise drin steckt die ja mehr sicherlich auch ne große Entwicklung quasi mit der Zeit vorgenommen hat.
00:08:14: vielleicht kannst Du ja die Zuhörerinnen und Zuschauer mal kurz abholen Wie hast du die Entwicklung in dieser Thematik für dich?
00:08:22: Du hast ja gesagt, es gibt mittlerweile immer mehr durch Schutzkonzepte, Gesetzmäßigkeiten und Kinderrechte.
00:08:27: Aber wie hat sich das konkret vielleicht verändert auch in der Bereitschaft mit dem Thema auseinanderzusetzen?
00:08:35: Also ich habe erst mal bei mir auch eine Veränderung gemerkt, also mittlerweile wenn ich Eltern abendemache oder vorträge.
00:08:41: Ich hab da überhaupt kein Problem mehr.
00:08:42: so wie dein fünfjähriger Sohn sagt ja das ist ein Penis und das ne Vulva und da reden wir über Orgasmusfähigkeit und Erektionen habe ich mittlerweile überhaupt kein Problem mehr in Vorträgen drüber zu sprechen und das macht was aus, was auch bei den Pädagogen wichtig ist.
00:08:59: Ich bin selber sicher in dem Thema und strahle diese Sicherheit aus und es hat sich schon verändert weil ich glaube was Eltern heute brauchen oder auch pädagogische Fachkräfte brauchen eine klare Haltung hat, der eine Sicherheit ausstrahlt.
00:09:14: Er sagt hey das Thema ist persönlich und gleichzeitig reden wir hier aber im professionellen Kontext und das ist was anderes wie meine persönlichen Erfahrungen und das erlebe ich dass wir hier mittlerweile gerade auch bei Fachkräften mehr in die professionelle Haltung reingehen weil es eher anerkannt ist, zu sagen ja es gehört dazu dass wir uns mit dem Thema kindliche Sexualität auseinandersetzen.
00:09:42: und wenn ich vor ein paar Jahren noch über das thema gesprochen habe.
00:09:46: Habe ich oft rote Köpfe gesehen und oh Gott es erlebe ich weniger weil es ein thema ist es einfach präsenter ist Privatschiene geht rein in, ey das ist ein Entwicklungsthema.
00:10:02: Das nimmt große Bedeutung hat und die Ernsthaftigkeit sich damit auseinanderzusetzen erlebe ich mehr als noch vor ein paar Jahren.
00:10:10: Ich erleb aber auch Das war vor zehn Jahren noch nicht so.
00:10:15: Die Verunsicherung aufgrund von Presseberichten, von Zeitungen die von Sexualkunde räumen sprechen, vom Schlagwörtern aus gewissen Kreisen, die von Frühsexualisierung sprechen.
00:10:29: also da merke ich schon dass da eine große Verunsicherung ist.
00:10:34: wie gehen wir damit?
00:10:34: auch mit Angst gearbeitet wird und da erlebe ich mich schon auch das ich mittlerweile mehr damit beschäftigt bin, die Angst in diesem Bereich noch mal anzugucken und zu sagen was steckt denn da eigentlich dahinter von?
00:10:49: Was reden wir eigentlich.
00:10:51: Das hat sich schon auch sehr verändert.
00:10:52: also auf der einen Seite ja es gehört dazu und das ist wichtig und auf der anderen Seite Ja aber was ist wenn die Presse oder oder oder dessen jenes draus macht?
00:11:02: Also das hat sich auch mehr zur Unsicherheit geführt.
00:11:11: Vielleicht, also meine Erfahrung danach ist wenn wir von Sexualität sprechen denken wir sehr häufig an Erwachsene Sexualität.
00:11:23: Also was wir als persönlich mit diesem Begriff definieren wie genau und worin genau unterscheidet sich denn kindliche Sexualität von erwachsenen Sexualität?
00:11:34: Vielleicht kannst du uns das ja nochmal aufdröseln.
00:11:38: Ja, also das ist mir ganz wichtig.
00:11:40: Da gehe ich immer wieder rauf und... Also immer wieder rein und sage hey lass uns es mal angucken weil kindliche Sexualität ist total hat nichts mit einem Ziel zu tun oder nichts damit zu tun.
00:11:55: Boah!
00:11:55: Ich möchte etwas erleben oder ich möchte etwas fühlen und ich möchte dem anderen Freude oder Lust oder was auch immer bereiten sondern es ist total unbefangen.
00:12:03: Kinder erkunden erstmal sich und ihren Körper.
00:12:06: Wir gucken erst mal, wie bin ich aufgebaut?
00:12:07: Wie sehe ich aus.
00:12:09: Was macht mich aus?
00:12:10: Wie siehst du
00:12:10: aus?".
00:12:12: Also Sie nehmen das erstmal als normales Sachthema an und dann merken sie irgendwann, ah okay, das fühlt sich ja ganz nett an wenn ich mich berühre oder wenn ich mir streiche oder wenn Ich mich anfasse aber nicht auf im Kopfkino erwachsenen Sexualität sondern als reines Körpererkundungsthema.
00:12:30: Sie sind unbefangen.
00:12:32: Sie sind nicht zielgerichtet aufgrund genitaler Sexualität, sie sind spontan.
00:12:40: Die verabreden sich ja nicht und sagen, morgen treffen wir uns um drei und machen dann Körperkundungsspiele, sondern es entwickelt sich so im Tun.
00:12:48: Die gehen zu dritt aufs Klo, wer trifft das Klo am allerbesten?
00:12:52: Und dann gucken sie was hast du, was hab ich?
00:12:53: Ah okay kann ich da mal ziehen oder kann ich anfassen?
00:12:57: Das sind diese typischen Spiele die Kinder haben.
00:13:00: Ich mach das gerne wie so ein Pendel oder wie so einen Schalter, der irgendwann umgelegt wird.
00:13:06: Dann sag ich auch immer, wann kommt denn der Schalter?
00:13:08: Dass wir in Richtung Erwachsenen Sexualität denken und dazwischen ist die Pubertät, da ist die Hormonumstellung.
00:13:15: Das alles vor Pubertär ist immer noch kindliche Sexualität, die sehr unbefangen ist.
00:13:19: Und das finde ich auch ganz wichtig den Kindern diese Unbefangheit zu lassen.
00:13:24: Nicht das Thema ... Du hast es erlebt, ne, vierte Klasse mit, oh jetzt kommt hier Das ist Sperma mit Hut.
00:13:33: Auch das sein zu lassen, sie sagen ja ich nehme die Fragen der Kinder an aber ich zwingst ihnen auch nicht auf und das auch so zu akzeptieren.
00:13:43: Ich schaue mal was da an Fragen kommt oder an Themen und ich begleite die Kinder bei dem was sie interessiert und nicht weil ich es jetzt unbedingt ein Projekt machen will oder so oder weil die Gruppe etwas braucht.
00:13:53: Wir gucken was beschäftigt das einzelne Kind?
00:13:55: Und dieser Kippschalter?
00:13:59: Aber nicht im Kindergarten.
00:14:01: Du hattest ja auch von dem Begriff genitaler Sexualität gesprochen, weil es für mich ein neuer Begriff in meinem Verständnis ist, dass es dann wirklich um die Befriedigung und den Orgasmus geht.
00:14:20: oder wie ist dieser Begriff zu verstehen?
00:14:22: Ja, also bei Erwachsenen geht es ja um Erotik und Direktion.
00:14:27: Um Gemeinschaft nicht immer aber auch um dieses Genitalempfinden des Zielgerichtete.
00:14:34: ich fasse mich an und weiß aha da passiert was.
00:14:37: Und das haben Kinder nicht sondern Kinder sind so die erleben sich mit allen Sinn.
00:14:41: Ich mache immer wenn ich jetzt ein Stillkind habe Also noch ein ganz kleines Baby Da reden wir auch von Sexualentwicklung Wenn das Kind gestillt wird, es riecht die Mama.
00:14:53: Es schmeckt die Milch.
00:14:55: Es spürt die Wärme, die Körperwärme des Kuscheln.
00:14:59: Das hat nichts mit erwachsenen Erotik zu tun sondern einfach nur mit einem Gefühl des Wohlbefindens und der dieses, hier fühle ich mich geborgen.
00:15:09: Und auch diese Körperwahrnehmung gehört schon zur kindlichen Sexualentwicklung dazu.
00:15:14: oder vielleicht kennt ihr das Kinder Auch über die Stuhlene schubbern.
00:15:20: Oder sie sich im Intimbereich anfassen, ja!
00:15:23: Aber nicht mit dem Gedanken, ich mach das damit ich ein Orgasmus erlebe.
00:15:27: Sondern einfach weil Sie merken, oh, das ist ein ganz spannendes Gefühl.
00:15:30: Also Körperwarnung.
00:15:31: Da passiert was?
00:15:31: Da passieren wir es, ah!
00:15:33: Das ist aber spannend.
00:15:35: oder auch, wenn ich mich anfasse dann kann ich mich regulieren und mich entspannen.
00:15:41: Es ist eine ganz typische Regulationsstrategie.
00:15:44: auf erwachsenen Ebene wie wir als Erwachsene denken.
00:15:48: Was heißt denn Sexualität für uns?
00:15:50: Das ist total spannend, weil für mich war ganz lange... Jetzt mach ich mich natürlich sehr nackig an der Stelle!
00:16:01: Ich wusste ganz lange nicht dass Jungs also Kinder auch eine Erektion bekommen können.
00:16:07: Ich wusst das nicht, weil ich diese Erinnerung für mich selber gar nicht habe.
00:16:11: Das erste Mal, mit der eigenen Auseinandersetzung klar in Schule und dann kommen irgendwann durch Schule Begriffe und Sex.
00:16:21: Was ja alles glaube ich sehr normal ist weil es ja auch oft sehr scham behaftet ist.
00:16:25: Weil vor allem in meiner Familie nicht offen darüber gesprochen wurden.
00:16:30: Dann kam irgendwann nur so hier wenn dann Verhüte das war dann so.
00:16:36: aber Ich glaube schon, dass es total spannend ist und wie du auch gesagt hast diese Begrifflichkeiten auch zu verwenden.
00:16:42: Und zu sagen so Du hast jetzt gerade eine Erektion Ja das ist wenn es Blut in deinem Penis geht dann wird er hart und groß So Das irgendwie so zu benennen ist.
00:16:52: also erstmal glaube ich eine persönliche Hürde und überhaupt zu verstehen Dass das ja alles ganz natürliche Mechanismen sind die ja passieren im menschlichen Körper.
00:17:03: und ich hatte auch so wie du's grade gesagt hast Mädchen in der Kita, vor allem oft so im Alter von fünf.
00:17:11: Die dann sich irgendwie genau auf eine Kante gelegt haben und dran gerieben haben und man schon merkt okay wie gehe ich jetzt damit?
00:17:18: Und eigentlich ist er erstmal ein Unbehagen weil was passiert hier gerade?
00:17:22: Ist das gerade Selbstbefriedigung was hier stattfindet?
00:17:26: Wie muss ich jetzt damit umgehen?
00:17:27: Kann ich das einfach laufen lassen, muss ich den Eltern sagen.
00:17:30: Was mache ich?
00:17:31: Das sind Sachen die ich in meiner Praxis als ich am Kind gearbeitet habe, die mir gestellt habe und dann im Team hab ihr das auch schon beobachtet.
00:17:39: wie gehen wir da mit um?
00:17:39: was bedeutet das für uns.
00:17:44: Ja also wenn ich jetzt gerade das Beispiel nehme kann uns natürlich zwei Riesenfehler passieren an den Anführungsstrichen.
00:17:50: Also einerseits ich gehe zu dem Kind die sagt oh mein Gott was machst du da geht ja gar nicht!
00:17:55: Ist ja eklik So, damit gebe ich eine totale Bewertung ab.
00:17:59: Und das andere ist es zu ignorieren also einfach nichts zu machen sondern wenn Kinder sich erkunden immer ein Gefühl dafür zu bekommen okay ist jetzt gerade eine Stressregulation?
00:18:10: Also hat das Kind gerade Stress?
00:18:12: Das ist ganz oft wenn du hast grad die Vorschülerinnen oder die fünfjährige angesprochen.
00:18:17: Mal gucken welchen Druckhalt die denn.
00:18:20: Also ich hab manchmal Kinder gehabt, die werden die Kooperationslehrerin kamen.
00:18:24: Weil die Anspannung ganz groß ... Und dann haben sie sich stimuliert und mit dem Stress umzugehen.
00:18:30: Das heißt, die Methodik... Ich fass mich an wurde gewählt, Anspannen zu überprüfen.
00:18:37: D.h.,
00:18:37: da geh ich erst mal hin und guck okay wie kann nicht die Anpannung denn reduzieren damit das Kind sich nicht stimulieren muss?
00:18:44: Und das andere ist eben Körperfreude.
00:18:48: Nimm mich wahr, ach spannen!
00:18:49: Dann kann ich es auch zulassen.
00:18:51: Wenn's aus Stress ist bitte den Stressor, bitte anschauen und das andere was ich gesagt habe ist ignorieren.
00:18:58: Ich darfs zulasten aber bitte nicht Wenn fremde Menschen da sind, bitte nicht wenn ihr andere Eingewöhnungs-Mama oder einen anderen Eingawöhnungspapa da ist.
00:19:06: Bitte nicht in einem unsicheren Rahmen, in der Öffentlichkeit etc.
00:19:10: Und da müssen wir Kinder sensibilisieren zu sagen hey guck mal deinen Intimbereich das ist etwas ganz Privates es geht niemanden fremden was an.
00:19:19: Hier ist der falsche Ort, nicht das was du tust ist falsch.
00:19:22: Sondern hier ist der Falsche Ort!
00:19:23: Ihr könnt nicht Menschen beobachten.
00:19:25: Das wollen wir nicht und ich möchte dich schützen.
00:19:28: also das heißt immer hier auch gucken wann kann ich es zulassen im sicheren Rahmen?
00:19:32: Man kann mich selber regulieren.
00:19:33: dann bitte ich nicht reinrennen und sage oh Gott wo muss ich aber auch eingreifen und sagen guck mal hier ist gerade nicht sicher und das ist die Unsicherheit bei den Fachkräften.
00:19:44: Wie reagiere ich, wenn ich das sehe?
00:19:46: Wie reagier ich, als ich auf Toilette gehe und da Kinder sich einmal Kunden sind.
00:19:50: In der Regel sind wir ja selber oft erschrocken.
00:19:53: Oh Gott
00:19:53: was passiert gerade!
00:19:55: Ja genau.
00:19:57: Man hat dann immer glaube ich... Das hast du auch eingangs gesagt man hat ja dann immer gleich ein Kopfkino was dann alles passiert und was an Reaktionen ausfallen.
00:20:05: und es ist glaube ich wie mit so ganz vielen Themen dass vor allem Unsicherheit und Unwissen, also beziehungsweise Unwissensicherheit zu ganz großer Unsicherkeit führt.
00:20:17: Und dann tendieren wir eher in zwei Extreme.
00:20:21: Wie du gesagt hast, entweder tu ich gar nichts weil ich Angst habe was falsch zu machen oder ich tue etwas aus einer Empörung und bewertet ist und handel dann vielleicht nicht pädagogisch wirksam im Sinne von Ich tue dem Kind jetzt was Gutes.
00:20:39: Ich sag ja auch meinem Sohn zum Beispiel immer, das ist ein sehr schützenswerter Bereich.
00:20:44: Der ist eben nicht für jeden und es ist wichtig dass du so was nicht machst wenn wir zum Beispiel draußen unterwegs sind oder sowas.
00:20:51: Wenn er dann da...
00:20:52: Ja gerade auch ab dem Vorschulbereich oder ab vier fünf rum können wir Kinder auch sehr gut sensibilisieren dafür.
00:21:00: Was heißt denn Öffentlichkeit?
00:21:03: Wo sind unsere sozialen Regeln
00:21:05: etc.?
00:21:06: der Schutz von dir als Kind.
00:21:08: Warum greif ich jetzt ein?
00:21:10: Ja, weil es mir wichtig ist dich auch zu schützen und den sicheren Rahmen zu
00:21:14: geben.".
00:21:15: Weil Kinder die jünger sind, ist das echt eine andere Herausforderung, weil sie natürlich noch unbefangener sind.
00:21:21: Also die Schamentwicklung, die ja so im Laufe der Kita-Zeit sich entwickelt ist bei zum Beispiel krippen Kindern gar nicht ausgeprägt.
00:21:29: Das heißt mit denen muss ich nochmal ganz anders umgehen, ans Genital fassen.
00:21:37: Also da auch, ja es geht darum eine körperfreundliche Haltung einzunehmen zu sagen ich bewerte nicht zu sagen Ich mache ein Tabut raus und gleichzeitig aber auch zu sensibilisieren was ist ein sicherer Rahmen?
00:21:54: Und diese Waage zwischen wie kann ich das Kind unterstützen und wo muss ich eingreifen die ist manchmal echt herausfordernd zu finden.
00:22:04: Woran erkenne ich denn, dass das Verhalten typisch normal tief in der kindlichen Entwicklung ist und wo fängt es an auffällig zu werden?
00:22:18: Also wo ist es dann wirklich nicht nur zu sagen so hey hier ist der Rahmen vielleicht nicht die richtige.
00:22:23: Guck mal!
00:22:23: Hier sind zu viele fremde Menschen und sie sind überhaupt zu viele Menschen damit du das tust.
00:22:28: Aber ab welchem wird es denn vielleicht sogar schwierig oder zumindest nicht schwierig, sondern zu sagen da müssen wir ernsthaft mal hingucken weil da vielleicht weiß ich nicht irgendwas anderes im Hintergrund ist.
00:22:39: Oder woran erkenne ich dann vielleicht sogar mal ganz extrem gesprochen dass da vielleicht sexueller Missbrauch im Raum steht?
00:22:48: Ist das auch etwas woran man das erkennen kann oder nicht?
00:22:52: Das ist wahnsinnig umfangreich.
00:22:54: Also wenn wir uns die Entwicklung angucken von den Kindern, dann könnten wir jetzt hier fünf, sechs PowerPointfolien miteinander füllen.
00:23:04: Es ist ein wirklich großes Thema!
00:23:06: Wenn wir es runterbrechen auf wann darf ich Bauchschmerzen haben?
00:23:09: oder was darf ich so ein bisschen auf mein Bauchgefühl hören?
00:23:12: Auf Beobachtungen nochmal genauer hinschauen Dann sage ich dann, wenn ein Kind zum Beispiel nichts anderes mehr oder wenig anderes tut außer sich zu regulieren.
00:23:23: Also wenn wirklich Körpererkundung genutzt wird in sehr, sehr vielen Situationen im Alltag, wenn es so die Überhand nimmt und das Kind wenig andere Spielthemen findet oder wenn es Probleme hat mit anderen Kindern mit anderen Spielthhmen in Kontakt zu treten... oder wenn es Grenzen missachtet von Kindern und da auch schon Gespräche stattgefunden haben, weil man mit dem Kind auch schon darüber gesprochen hat.
00:23:50: Also dann auch wirklich gut hinschauen ... Wenn das so ein Maß von... Ach, das ist mein kindliches Interesse!
00:23:58: Und das finde ich ganz spannend übersteigt und wir jetzt schon sagen okay, da sind wir jetzt echt schon Wochen damit beschäftigt und da sind vielleicht wirklich auch schon Grenzverletzungen passiert, dann wirklich auch gut hingucken.
00:24:11: Ich bin immer vorsichtig, ich sage nicht das kann ein Zeichen von Missbrauch sein.
00:24:16: Sondern da können ganz viele andere Situationen dahinter stecken.
00:24:19: Stress im Alltag, Mama, Papa streiten sich... Ich bin gerade die Schulanfänger, die gerade mitten in den Thema soziale Machtverhältnisse drinstecken.
00:24:29: du bist nicht mehr mein Freund kennen wir alle.
00:24:33: also das sind so so viele Themen drinnen von dem.
00:24:35: er sage ich immer wenn ihr als Fachkräfte Bauchschmerzen habt und sagt Ich würde da gerne hingucken.
00:24:42: Dann reflektiert das nicht zwischen Türen, Angel im Team sondern setzt euch wirklich in der Teamsitzung hin und sammelt mal ganz viele Informationen zusammen und bewertet es mal im Gesamtkontext.
00:24:53: Das ist glaube ich ganz wichtig!
00:24:55: Und ich glaube also dass es mir auch immer ganz bedeutsam zu sagen wenn ich das Gefühl habe oder wenn ich Beobachtungen habe wo ich sage Zum Beispiel, das Kind zeigt deutliche Spielverhalten von Erwachsensexualität.
00:25:12: Dann holt euch Hilfe rein!
00:25:13: Also dann ruft bei einer Beratungsstelle an und beim psychologischen Beratungstellen, beim Kinder-Schutzbund
00:25:18: etc.,
00:25:19: bei der Insofern erfahrenden Fachkraft.
00:25:21: Und lasst euch einfach mal beraten.
00:25:23: Das kostet nichts außer vielleicht nicht Stunde Zeit aber es hilft uns häufiger nochmal besser bewerten zu können oder besser einordnen zu können.
00:25:34: Erwachsene Sexualität ist zum Beispiel ein ganz großes Anzeichen, wo ich sage, da muss nichts dahinter stecken.
00:25:39: Kann aber!
00:25:41: Also Kinder spielen Oralverkehr
00:25:42: z.B.,
00:25:44: frag nach.
00:25:45: Wo hast du das schon mal gesehen?
00:25:47: Was spielst du da?
00:25:49: Da auch wirklich nachzufragen und wenn keine anderen Spielthemen mehr gefunden werden oder wir eben so im Alltag eine generelle Anspannung erleben dann bitte im Team gemeinsam reflektieren Aber auch vorsichtig sein mit vorschnellen Urteilen.
00:26:01: Also das ist immer so ein bisschen die Crux.
00:26:03: Ein starker Balanceakt, den man da gehen muss und glaube ich sehr viel Sensibilität erfordert vor einem Wahrnehmung.
00:26:11: Ich fand es tatsächlich noch mal sehr hilfreich einfach zu sagen, dass wenn Erwachsenen Sexualität zum Vorschein kommt im Verhalten.
00:26:18: Dass das auf jeden Fall etwas ist wo man genauer hingucken darf nicht immer.
00:26:23: Wir wissen ganz oft wie Kinder ja manchmal aus dem Schlafzimmer berichten und Geschichten nicht mehr.
00:26:29: Fachkräfte wissen manchmal mehr als Eltern.
00:26:31: lieb ist Ich mehr.
00:26:34: auch sowas gehört ja quasi auch ein Stück weit dazu, dass so was passieren kann.
00:26:38: Dass Kinder ihre Eltern in der Intimität im Sexualverhalten erwischen oder ertappen an der Stelle.
00:26:48: Wie würdest du denn da vielleicht empfehlen wie Fachkräfte damit gut umgehen können?
00:26:54: Auch im Bezug auf Eltern, weil ich glaube das ist ja ein unglaublich scham behaftetes Thema.
00:27:00: Weil ich glaube kein Elternteil möchte dass irgendwie Fachkräfte wissen wie die Sexualität zu Hause ausgelebt wird.
00:27:07: Ich wäre auch vorsichtig würde dich jetzt älteren Gespräch gehen und sagen was ist denn da letzte Nacht bei euch passiert?
00:27:14: Also da schon auch sensibel ranzugehen.
00:27:16: aber ich glaube es ist wichtig erst mal wenn uns ein Kind sowas erzählt erstmal selber locker bleiben.
00:27:23: Also die Kinder spüren ja Stimmung.
00:27:24: Die Kinder spürten ja mein Ereignis erschrocken sein und da erst mal sagen okay, dann hatte ich das verunsichert oder war das komisch?
00:27:32: Okay hast du der Mama oder den Papa davon erzählt?
00:27:35: also so auch nochmal um das Kind zu unterstützen wie war es für dich welche Gefühle hattest du zu sagen das einzuordnen.
00:27:44: Und ich würde den Eltern je nach Situation eine Rückmeldung geben, wenn sich das Kind damit intensiver auseinandersetzt und wenn das Kind vielleicht auch engste entwickelt oder das Kind verunsichert ist oder so.
00:27:56: Das ist aber ein sehr, sehr sensibles, heitles Thema weil wir eben im Thema Persönlichkeit drin sind.
00:28:03: Generell würde ich immer empfehlen sowohl für Eltern wie auch für Fachkräfte nimmt es auf von dem was Kinder, was kindliche Sexualität betrifft ist als normales Thema an und redet mit den Kindern versucht locker darüber zu reden.
00:28:24: Also da kein... also ich sag immer so ein bisschen stell dir vor dein Kind fragt dich du Papa warum fährt jetzt gerade die Feuerwehr vorbei?
00:28:34: Dann sagen wir ja weil es brennt.
00:28:37: Wenn das Kind aber fragt, du Papa.
00:28:40: Wie funktioniert es mit den Babys?
00:28:41: Wie kommen die da in den Bauch rein?
00:28:43: Dann haben wir manchmal so ein Gefühl, wir müssen die Riesen-Story erzählen oder wir müssen diesen Riesen aufbauschen und da immer zu gucken okay Moment!
00:28:52: Das Kind fragt was oder das Kind hat etwas gesehen oder das kind beschäftigt sich damit.
00:28:57: Ich nehme es erst mal als normales Thema an und würde es so beantworten wie alle anderen Themen auch.
00:29:03: Aber das heißt ich muss Antworten schon mal im Hinterkopf haben.
00:29:07: Wie kann ich denn das erklären?
00:29:09: Und da bin ich immer dabei, zu sagen bleibt biologisch also ohne Zylinder und Rose bitte.
00:29:18: Ja
00:29:18: genau!
00:29:20: Und betonen, das finde ich auch noch ganz wichtig ist, will ich noch ganz kurz ergänzen.
00:29:23: Zu sagen wenn wir von Erwachsensexualität sprechen oder die Kinder haben Mama Papa gesehen oder die haben irgendwas in den Medien gesehen.
00:29:33: Ich meine, hier mit diesem guten Ding dürfen wir nicht vergessen dass Grundschulkinder sehr viel auch schon wahrnehmen.
00:29:43: einfach immer wieder betont das machen nur Erwachsene und das ist und nur wenn es für beide in Ordnung ist wenn beide zugestimmt haben.
00:29:51: also Freiwilligkeit Ein Erwachsenen-Thema, das ist immer noch mal getrunken.
00:29:57: Wichtig!
00:29:58: Vielleicht jetzt einfach mal wirklich für alle Zuhörerinnen und Zuschauerin... ...vielleicht kannst du uns ja einfach mal kurz so eine Erklärung wie Kinder entstehen?
00:30:05: Wie würdest du es im Kind
00:30:06: erklären?!
00:30:07: Also ich sage immer gern stell dich vor ihr habt ein Büffel.
00:30:11: So all inklusiv.
00:30:13: Wir laufen ans Büffi ran.
00:30:14: Und was nehme ich?
00:30:15: Ich nehm mir einen Häppchen, dass es mir schmeckt.
00:30:18: Geh gern von dieser Häppchen-Methode aus.
00:30:20: Das Kind sagt, wie funktioniert es?
00:30:21: Wie kommt das Baby da
00:30:22: rein?".
00:30:23: Dann würde ich vielleicht sagen, na ja, da gibt's ein Mann und eine Frau, die kuscheln ganz eng miteinander und dann gibt's einen Samen der geht rüber zur Frau und dann nischt sich der ein und dann steht ein Baby.
00:30:31: Und dann haben wir ganz viele Kinder, die sagen... ...und dann gehen sie und dann denken sie drüber nach und übermorgen kommen sie wieder.
00:30:39: Und manche Kinder sagen, das Häppchchen hat mir jetzt nicht gereicht sondern ich will noch mal nachfragen.
00:30:43: Sagt Ja
00:30:43: wie?!
00:30:45: So!
00:30:45: Und dann kann ich Kann ich das auch erklären, dass der Penis in die Scheile, älger in die Vulva eingeführt wird?
00:30:51: Dass es nur freiwillig und nur erwachsene etc.
00:30:55: Und genau... Meine Theorie ist wenn wir es erklären also bitte nicht nichts digitales zeigen
00:31:05: etc.,
00:31:05: sondern wenn wir im Gespräch mit Kindern sind dann ist es so ein bisschen oft wie Matheunterricht früher was sich nicht verstanden hat geht links rein rechts raus Aber wir bleiben im Kontakt mit dem Kind überfordern es nicht.
00:31:17: Was wir auch machen können, ist zurückfragen zu sagen wie stellst du dir das vor?
00:31:21: Hast du eine Idee?
00:31:22: Das wäre zum Beispiel mein wichtiger Tipp im Kita-Bereich.
00:31:26: Also wenn ich pädagogische Fachkraft bin und ein Kind mich fragt dann würde ich immer erst zurück fragen weil wenn das Kind sagt meine Mama hat gesagt der Storch kommt Dann weiß ich dass sie erstmal in die Elternarbeit gehen bevor ich dem Kind die Frage beantworte weil ich sonst auch Vorstellungen von Kindern auch so ein bisschen wie Weihnachtsmann.
00:31:48: Ich wollte gerade sagen...
00:31:49: Genau, also da erstmal in die Elternarbeit.
00:31:51: Aber kurz prägnant das machen nur Erwachsene, die Kuscheln eng miteinander manche Kinder Und das ist meine Erfahrung, dass auch Kinder die bei den Eltern sehr offen mit umgehen.
00:32:02: Vielleicht auch sowas sagen wie Ja weißt du ich bin aber nicht so auf die Welt gekommen, sondern ich bin nicht so entstanden, sondern weißt Du, da ist mein Mama ins Krankenhaus gekommen und dann war es mit der Petri-Charlie und künstlicher Befruchtung und wie auch
00:32:12: immer.
00:32:13: Also...
00:32:15: Meine Erfahrung ist auch, dass Kinder das gar nicht dieses sehr locker nehmen
00:32:19: und
00:32:20: erst mal als Sachinfo annehmen.
00:32:24: Ja, weil für Kinder glaube ich auch erst mal diese, ich nenn's mal Multifunktion der Geschlechtsorgane ja erstmal gar nicht bewusst.
00:32:30: Das ist für sie es ja wahrscheinlich einfach nur das Ausschreiten von Urin im ersten, in erster Instanz dass man sagt okay da kommt mein Pippi raus und das was ich getrunken habe und an anderen Stellen und dass man natürlich was sich glaube ich aus sehr wichtig finde und das hast du ja auch gesagt ist, dass man ja wirklich nur bei den Dingen bleibt die ja wirklich rein biologisch stattfinden.
00:32:56: Also ich brauche Kinder nicht von Oralverkehr, von anderen fetischen oder anderen Dingen zu erzählen weil das sind keine Themen für Kinder in meinem Verständnis.
00:33:05: also da würde ich ganz klar sagen das ist nichts was ich meinen meinem Kind erzählen würde.
00:33:10: Und das unterscheidet genau, dass es nicht kindliche sexuellen Entwicklungen oder nicht die Themen, die Kinder interessieren.
00:33:17: Oder auch für Kinder zumutbar sind.
00:33:19: Sondern das sind Themen auf Erwachsenenebene.
00:33:23: Wir bleiben, wenn Kinder fragen, wie funktioniert das mit den Babys?
00:33:27: Geben wir eine kurze prägnante Antwort.
00:33:30: Aber wir heisen nicht irgendwelche erwachsenden Theorien, Fantasien etc.
00:33:34: auf und auch hier ... kurz und knapp.
00:33:39: Und mal gucken, was macht das Kind damit?
00:33:40: Hat's Fragen!
00:33:41: Manche Kinder stellen auch eine Frage und sagen ja und dann und wie?
00:33:44: Dann können wir antworten aber kindgerecht und es macht einen Unterschied ob ich ein fünfjährigen vor mir sitzen habe oder ein achtjährigen Oder ein zwölfjährigen.
00:33:53: und wenn man hier noch einmal daran denken an die guten Handys Wir dürfen nicht vergessen Wie viele Grundschulkinder schon erwachsen in Sexualität in Form von Pornografie gesehen haben.
00:34:05: Es heißt auch hier sich bewusst zu sein, wenn ich meinem Kind sage da bist du noch so klein führe und dann auf dem Schulhof mit neun oder zehn das erste Mal Erwachsenenpornografie konsumiert haben weil irgendjemand zeigt den Kind das.
00:34:22: Also ein anderes Kind zeigt ihm das.
00:34:27: Dann fällt es Kinder natürlich aus allen Wolken.
00:34:30: Und da auch immer wieder mein Ansatz ist, um so lockerer wir damit umgehen mit den Fragen der Kindern kindgerecht zu erklären.
00:34:38: Umso mehr ermöglichen wir auch den Kindern dass sie kommen wenn sie Notlagen sind.
00:34:43: Wenn ich das Kind gehört hat, wenn du deinem Sohn sagst darüber redet man nicht Fui was sagst denn du da?
00:34:49: Dann wird dein Kind nicht zu dir kommen und sagen hey Papa Ich habe da etwas auf dem Handy gesehen und es war voll eklig.
00:34:56: Das
00:34:56: heißt auch hier bleibt Versucht euch selber damit auseinanderzusetzen, um ruhig zu bleiben, sachlich zu antworten und dem Kind das Gefühl zu geben ist es ein normales Thema.
00:35:06: Es ist ein privates Thema nicht für jeden in der Öffentlichkeit aber auch kein Tabu.
00:35:13: die Botschaft, die mir wichtig ist?
00:35:14: Ja total.
00:35:15: Total.
00:35:16: und ich merke auch das ist so ein bisschen wie wenn man ja Kommunikationstraining macht nur weil man dann das erste Mal darüber gesprochen hat heißt es ja nicht dass man's kann sondern es erfordert ja eigentlich Learning by Doing indem man immer wieder praktiziert und ich glaube also kann ich mittlerweile für mich ja auch sprechen.
00:35:34: Für mich ist es ganz normal Wenn ich mit Kindern über... Also wenn Kinder mich irgendwie in diesem Thema ansprechen, vor allem mein eigenes.
00:35:42: Dass ich halt entsprechende Begrifflichkeiten verwende die völlig normal mittlerweile sind so wie du ja auch gesagt hast.
00:35:48: Mittlerweile bist du da super entspannt und ... Du hast keinen knallroten Kopf mehr wenn du darüber denkst und wie sondern du eigentlich eher eine Klarheit hast und weißt wofür du es machst?
00:35:59: Weil am Ende braucht es ja diese klaren Begriffe um.
00:36:03: Ja den eigenen Körper besser zu kennen, sich selber besser zu können aber vor allem sich selber schützen zu können.
00:36:09: Ja wenn ich weiß wie meine Körperteile heißen kann nicht mir auch Hilfe holen.
00:36:14: also es ist also aufklären.
00:36:16: kindgerechte Aufklärung ist einfach auch ein Riesenschutzfaktor.
00:36:21: Also ich kann ein Beispiel nennen, das war auch in der pädagogischen Praxis.
00:36:26: Hat ein Kind bei mir einen Fachkräften bei uns im Team gesagt du, der Opa macht mir was ins Schatzkästchen.
00:36:33: und wir haben es über Wochen nicht verstanden, was das Kind uns sagen wollte.
00:36:36: und wie ich hatte eine Kollegin die dann sogar gesagt hat Schatzkästchen sind etwas Besonderes!
00:36:42: Und irgendwann haben wir es zusammengetragen und irgendwann sind wir auf die Idee gekommen, dass dieses Kind kein Wort für die Vulva hat.
00:36:48: Das Kind eigentlich sagen wollte der Opa missbraucht mich aber ich habe keinen Wort und zu Hause wird nur Schatzkästchen gesagt.
00:36:56: Hätte dieses Kind einmal gesagt Der Opa fasst mich an der Vulva an und ich möchte das nicht!
00:37:01: Wir haben uns sofort die Alarmglocken hoch und das heißt wir brauchen, wir müssen Kindern Worte geben.
00:37:08: Die müssen wissen wie heißt mein Körper um sich auch Hilfe holen zu können.
00:37:12: Um es auch zu enttabuisieren.
00:37:14: und von dem her.
00:37:16: leider ist es so dass der meist den Missbrauch an Kindern im engen familiären oder sozialen Umfeld der Kinder stattfindet.
00:37:22: Es ist nicht der weiße Lieferwagen also Den gibt's auch, aber nicht die Mehrzahl.
00:37:27: Und von dem her ist es wirklich ein Thema das mir wichtig ist, auch rein in die Einrichtung, in die Schulen
00:37:32: etc.,
00:37:33: einzubringen zu sensibilisieren und zu sagen ihr müsst bitte die richtigen Worte für Geschlechtsorgane benennen weil wenn die Kinder zu Hause nicht hören dann können sie sich auch keine Hilfe holen wenn sie not sind.
00:37:45: also dass auch immer wieder auch im Hinterkopf zu haben.
00:37:49: Aufklärung ist ein Teil der Prävention
00:37:53: Absolut und so, so wichtig.
00:37:55: Und ich denke das war auch noch mal ganz wichtig dass du gesagt hast... ...dass eben leider der Großteil der Übergriffe und des Missbrauchs im Familien oder in engeren sozialem Umfeld stattfindet und nicht zwangsläufig der weiße Van ist wie wir es aus Filmen kennen usw.
00:38:14: Trotzdem gibt es natürlich auch diese Gefahren.
00:38:16: Wir wollen jetzt natürlich nicht die sagen ... in allen Familien passiert das, es passiert trotzdem oft genug und es ist schlimm genug.
00:38:23: Aber genau ich finde das so wichtig dass du das nochmal so ganz mit aller Klarheit benennst warum... Es so wichtig ist, dass wir entsprechende Begriffe den Kindernbegriffe mitgeben.
00:38:37: Und es ist so verrückt weil ich hatte gerade noch eine Podcastaufnahme zum Thema Werte wo mir ... der Henry gesagt hat, ja er macht das mit seinem Kind seitdem es fünf ist.
00:38:49: Dass er die Werte benennt und was bedeutet das eigentlich?
00:38:53: Und dass er dann sagt so hey ne mir geht's grad um Sicherheit ein siebenjähriges Kind, das dann zwei Jahre später sagen kann mir gehts um Sicherheit... ...und dass man dann alles klar.
00:39:01: dann brauche ich da gar nicht weiter reinpruschen sondern ich nehme das jetzt erstmal wahr genauso wie in der Bedürfnisorientierung,... ...dass wir Gefühle benennen, dass wir Bedürfeneste benennen und dass die Kinder eine Sprühe all diese Dinge bekommen.
00:39:14: Es ist so verrückt, wenn man bedenkt wie wir all die Jahre in der Vergangenheit aufgewachsen sind.
00:39:19: Wo wir für so viele Dinge... ...für Gefühle, Bedürfnisse Körperteile andere Dinge, die uns wichtig sind keine Begriffe hatten oder verwaschende Begriefe.
00:39:31: Wie oft haben wir gesagt naja Der Pippi Mann oder Die Mumu oder Schatzkiste was auch immer da an wobei ich glaube Schatz Kiste dann tatsächlich einem anderen Kontext verwendet wird als dass wir sowas verwendete haben.
00:39:45: Ich finde, dass so eine Kernessenz und eine Kernbotschaft, die da jetzt nochmal sehr deutlich wird.
00:39:52: Ja, das ist mir ganz wichtig!
00:39:54: Kinder brauchen Begriffe, sie brauchen Zugang zu ihren Gefühlen – also auch wie du sagst, wie sind wir erzogen worden?
00:40:01: Wie oft passiert es, dass wir jemanden sagen, hey, wie geht's
00:40:04: dir?!
00:40:04: Ja ja gut!
00:40:05: Also wie viel geben wir in der Generation mit zu sagen, Hey mach ein Deckel drüber?
00:40:11: Also da auch immer wieder hinzukommen.
00:40:12: Nein, es geht darum wie fühlst du dich gerade?
00:40:15: Was brauchst du gerade?
00:40:17: und ich brauche Wissen so und das ist die Präventionsarbeit.
00:40:20: Es ist nicht also eine Ergänzung dass sich ein Selbstverteidigungskurs für Kinder für Schulkinder anbieten kann.
00:40:26: Dass sich Kindern beibringen zu sagen stopp nein halt alles richtig und alles wichtig.
00:40:32: aber es kann nicht sein dass Kinder in familie schule leben Erleben.
00:40:39: Einen Fünfzig Wochen hat der Erwachsene das Sagen und diese eine Woche lernen ich stoppen einzusagen, sondern das Prävention ist in dreieinundsechzig Tage im Jahr.
00:40:48: Und es hat was mit meiner Haltung zu tun, mit meiner Begleitung, mit den Gefühlen, mit Bedürfnissen und Sprache.
00:40:55: also ich gebe den Kindern Möglichkeiten sich mitzuteilen.
00:40:58: Von dem her dann sind wir wieder hier.
00:41:00: geschlossener Kreislauf zum Schutzkonzept.
00:41:02: Wir haben wieder alles zusammen.
00:41:04: Wow so wichtige Punkte die du gebracht hast Vor allem im Gefühl auch einfach, also du hast mir gerade unglaublich viel Sicherheit gegeben vor allem im Hinblick natürlich auf mein eigenes Kind.
00:41:19: Ich bin ja schon wirklich sehr entspannt weil er auch sehr bewusst und viele Veränderungen und zeitgleich gibt es immer wieder Situationen und Themen.
00:41:28: Es macht was anderes wenn man vielleicht das eigene Kind hat.
00:41:32: Ja doch Situation wahrnimmt die man so vorher nicht gekannt hat nur wenn man sie in der Theorie gehört hat ist das ja noch mal was anderes, wenn es in der Realität und Praxisein begegnet.
00:41:43: Daniela, was hast du denn vielleicht so für drei bis fünf konkrete Praxis-Tipps?
00:41:49: Der ganze Podcast war eigentlich schon sehr gefühlt mit denen aber vielleicht kannst Du die nochmal filtern, dass wir sie hier nochmal ganz konkret hören können.
00:41:59: Also gibt dem Kindern Raum sich... zu erkunden und sich zu erleben in einem geschützten Rahmen.
00:42:04: Das ist nicht der viereckige Raum mit den vier Wänden, sondern ich meine gibt den Kindern das Gefühl dafür zu sagen hey es ist kein Tabu, sondern deinen Körper und deine Fragen haben einen Platz ein Raum.
00:42:19: Das is mir ganz wichtig!
00:42:21: Dann der zweite Tipp oder das Zweite was ich gerne mitgebe schafft euch Bilderbücher an rund um das Thema Gefühle, Körperaufklärung etc.
00:42:32: Da gibt es mittlerweile so viele Bilder, tolle Bilderbücher.
00:42:36: Das wäre was, was ich wirklich sage weil das hilft und wenn ich unsicher bin dann habe ich ein Buch, da kann ich mich dran festhalten.
00:42:43: Es wäre auch so ein Thema, was sich mitgebt.
00:42:46: Ein dritter Punkt wäre akzeptieren die Grenzen oder in den Teamsphäre des Kindes Also so was wie reflektiert im Team passiert es uns, dass ich einfach über die Schamwand auf der Toilette drüber gucke oder klopfe ich davor an.
00:43:02: Also solche Sachen auch wir gehen mit Nein und mit Grenzen.
00:43:04: im Alltag bringt halt auch nichts wenn ich dem Kind sage du darfst Nein sagen und beim Mittagessen sei ich der Prokoli wird aber gegessen?
00:43:12: Ja das sind so die drei ganz ganz wichtigen Tipps.
00:43:14: und vielleicht noch der vierte wer für mich redet im team immer wieder darüber also macht's hier auf erwachsenen Ebene zu einem Thema, das immer wieder Platz hat.
00:43:27: Weil die Themen oder die Herausforderungen klopfen ja nicht drei Tage vorher an, dass ich mir noch ein Fachartikel durchlesen kann, sondern die Kinder sind jetzt im Spiel und brauchen jetzt die Begleitung.
00:43:39: Daher ist so dieses auch Ich beschäftige mich damit.
00:43:42: Ein ganz wichtiges Thema.
00:43:44: Und ich fand es total schön, was hattest du relativ zu Beginn gesagt?
00:43:48: Das ist per se gar nicht.
00:43:50: dieses Angebot brauche ich, muss jetzt immer wieder proaktiv ein Projekt dazu machen.
00:43:56: Es ist ja allein schon angeboten wenn ich einen Bilderbuch dazu habe und das einfach frei zugänglich da ist.
00:44:02: also es gibt ja Themen die muss sich persönlich forcieren weil ich sage ich hab sie auf meiner pädagogischen Agenda sondern die dürfen dann stattfinden wenn Sie für die Kinder relevant sind oder gerade aktuell sind.
00:44:16: Also ich glaube, das ist nochmal ganz wichtig.
00:44:19: Ich glaube, es nimmt viel Druck und viel Sorge.
00:44:23: Und zeitgleich bin ich ganz bei dir zu sagen... ...und Zeitgleich ist super wichtig sich vielleicht ein gewisses Repertoire anzueignen auch an wie erkläre ich etwas?
00:44:33: Und ich finde diese Häppchen-Methode.
00:44:34: also das wäre ja vielleicht noch etwas zu sagen erstmal nur soviel wie nötig Aber rein auf biologischer Ebene.
00:44:42: Und wenn dann das Kind was anderes braucht und auch das ist ja eine klassische Erfahrung, die ich auch machen durfte ... Kinder gehen erst mal an und da kommt das irgendwann später wieder.
00:44:52: aber wie hast du das gemeint?
00:44:53: Wie genau passiert das so?
00:44:55: Das ist der dann aber dann auch oft eher bei den zumindest meiner Erfahrung nach bei den älteren Kindern, die wirklich kurz vom Übergang in die Schule stehen wo auch ein anderer Wortschatz ne andere Kognition vorliegt Was nicht heißt dass es nicht auch jüngere Kinder durchaus tun können.
00:45:11: Aber da dann eben zu sagen, okay immer nur dann so viel wie es wirklich notwendig ist und nicht wo ich glaube das wäre noch wichtig vor allem.
00:45:20: Es ganz klar von Erwachsener Sexualität die vor allem eher denke ich mal Also alles was ich eher im Pornos sehen würde, würde ich so nie einem Kind erklären und dazu zählen auch solche Geschichten wie Oralverkehr oder sonstiges wäre für mich meine Leitlinie.
00:45:37: Also alles das ich in potenziell pornografischen Inhalten wahrnehmen kann ist nichts für Kinder.
00:45:43: Ja also da haben wir ja auch natürlich nochmal ganz wichtig Wir haben hier auch Gesetze also wir dürfen Kinder nicht mit erwachsenen Sexualität, mit Inhalten pornografischen oder Bildern etc.
00:45:56: konfrontieren.
00:45:57: Warum?
00:45:57: Wir müssen sie schützen davor und das ist auch noch mal ganz wichtig.
00:46:00: Kindliche Sexualentwicklung beantwortet die kindlichen Fragen gerecht also alters- und Entwicklungsgerecht.
00:46:08: Ich nehme die Kinder ernst aber ich mach Konfrontiere Sie Nicht Mit Themen Die Nicht Jugendfrei und Kinderfreise.
00:46:17: Das ist auch nochmal ganz, ganz wichtig, weil das nicht die Zielgruppe ist.
00:46:23: Also der Kinderschutz steht über allem, dass immer noch mal ganz bewusst zu machen.
00:46:30: Was ich tatsächlich nochmal superwichtig und spannend fand ... diese kindliche Sexualität als Regulationsstrategie zum Teil zu verstehen und dann aber wirklich auf den Kontext zu gucken, welche Stressoren könnten da geben damit natürlich nicht vielleicht ein... ich nenne es jetzt mal in Anführungszeichen falsches Regulationssystem entsteht.
00:46:55: Weil das dafür soll sie am Ende nicht dienen, dass die körperliche Befriedigung eine Selbstregulation-Strategie sein kann.
00:47:03: Ich meine es ist für vor allem neurodivergente Menschen, ist das oft ein Zugang?
00:47:08: Vor allem für Teenager genau sich darüber zu regulieren.
00:47:12: aber auch da braucht es ja viel Bewusstsein und da kommt ja wieder das Prävention ja schon genau bei solchen Punkten anfängt nicht zu gucken Das Verhalten ist falsch sondern Der Kontext der Rahmen ist gerade nicht das, was für ein Kind förderlich ist und dann das Kind dazu nötigt im Endeffekt so eine Strategie zu entwickeln.
00:47:33: Weil das das Einzige ist, dass das Kind jetzt vielleicht als Strategie gerade aktiv nutzen kann.
00:47:38: Ja genau.
00:47:40: Also schlussendliche Regulationen... sich regulieren, das Gleiche ist wenn ich am Schnullernuckel werden wir Oxytozin freigesetzen in unserem Gehirn.
00:47:49: Unser Bindungs- und Sicherheitshormon.
00:47:51: Das heißt, wenn ich merke dass Kind reguliert sich was es der Auslöser, dass Kind Sicherheit und Orientierung und Struktur braucht wie kann ich's ihm auf anderer Weise geben?
00:48:01: Und zwar nicht auf der körperlichen Ebene sondern wo kann ich Druck Stress Entlastung.
00:48:08: Und das ist aber so ein Prozess.
00:48:09: da könnten wir jetzt zwei Tage drüber reden Weil das ein riesen Thema ist.
00:48:15: Aber ich finde es wichtig, sich immer bewusst zu machen wir müssen uns damit auseinandersetzen, damit wir Kinder gut begleiten können.
00:48:23: Und vielleicht einfach nochmal du hattest ja ganz Eingangs von Körpererkundungsspielen gesprochen.
00:48:30: Ich glaube anderen ist das eher so als klassisch Doktorspiele bekannt.
00:48:35: auch da sollten mir das wirklich So benennen.
00:48:38: wäre jetzt mein Verständnis davon, das wirklich als Körpererkundung zu benennen und nicht zu sagen als Doktorspiele.
00:48:46: Wobei?
00:48:47: Doktorespiele für mich ist ja dann wenn die Kinder mich verarzt und ich einen Verband um den Kopf bewickeln.
00:48:50: Das sind für mich Doktorschpiele einfach auch eine Differenzierung, eine Klarheit in den Wordings zu finden.
00:48:57: oder wie siehst du das?
00:48:58: Ja, natürlich.
00:48:59: Körpererkundungsspiele ist ja Kunde meinen Körper.
00:49:03: Doktorspiele löst bei... Und es ist auch wieder, es löst beim Gegenüber eine ganz andere Assoziation aus.
00:49:09: Auch da noch mal Mörding gucken.
00:49:11: Oder so wie wir es gesagt haben, wir reden von Stimulationen und nicht von Selbstbefriedigungen
00:49:16: etc.,
00:49:16: also es sind manchmal ist es Mörting.
00:49:18: auch das was ich einüben muss damit ich bei Eltern zum Beispiel auch Unsicherheit verhindern kann, indem ich einfach andere Worte benutze und in dem ich mir bewusst mache was will ich eigentlich ausdrücken von.
00:49:30: Was sprechen wir eigentlich?
00:49:32: Und gerade diese Themen, gerade die Worte für Erwachsensexualität einfach da sind auch dazu kommen, sind die stimmig auf Kinder übertragen.
00:49:42: Da bin ich z.B.
00:49:43: beim Thema Stimulation und Selbstbefriedigung ganz deutlich.
00:49:47: Kinder stimulieren sich als ein anderer... ein anderes Motiv, einen anderen Grund dahinter ist.
00:49:52: Also da auch immer wieder gucken wie kommunizieren wir mit Eltern?
00:49:56: Ja ganz ganz wichtig weil sonst wieder Kopfkino angeht und man dann sehr stark verunsicherte Eltern hat.
00:50:04: vielleicht noch für mich Wir hatten für uns irgendwann mal als die stellvertretung war auch ganz klare Regeln aufgestellt, wie diese Körperkundungsspiele stattfinden können.
00:50:14: Vielleicht kannst du das nochmal einordnen und vielleicht gegebenenfalls ergänzen oder sagen ja genau so passt das ganz gut.
00:50:19: Wir hatten für uns als regeln ganz klar gesetzt Die Kinder müssen gleich alt sein also wenn Interaktion zwischen Kindern stattfindet die Kinder müssen in einem gleichen Alter oder in dem gleichen Kognitiven Verständnis sein.
00:50:32: Also es gibt ja auch kind.
00:50:33: Ja ich greife
00:50:34: hier gerade einmal einen ja sehr gerne.
00:50:37: Ich sag, sie sollten gleich alt oder in der gleichen Entwicklung sein.
00:50:42: Weil das Alter sagt noch nichts aus... weil du hast es gerade kognitiv auch gesagt und mir geht's auch eher um emotionale Stabilität.
00:50:48: Wenn du ein sehr dominantes Kind bist Und ich sehr schüchtern bin Und als Fachkraft sagen würde, warum spielen die zwei miteinander?
00:50:56: Das ist aber ganz komisch.
00:50:58: Dann sind die sich nicht auf Augenhöhe Und das ist das worum es eigentlich geht.
00:51:02: Es geht nicht unbedingt um das Alter per See Sondern begegnen sich Kinder auf Augenhöh Und das auch immer noch mal im Blick zu haben.
00:51:09: Aber man sagt so, also Jörg Maywald Deutsche Liga fürs Kind die sagen maximal zwei Jahre Altersunterschied.
00:51:14: ich sage sie sollten sich bitte auf Augenhöhe begegnen können die Kinder die miteinander spielen.
00:51:19: Sehr gute gleich gute Einwand und gutes Einordnen.
00:51:23: dann haben wir natürlich ganz klar vereinbart dass nichts eingeführt werden darf in irgendwelche Körperöffnungen.
00:51:28: Also das ist ganz ganz klar beide Kinder damit einverstanden sind, dass sobald sich ein Kind damit unwohl fühlt oder wir wahrnehmen das ein Kind sich damit unwohl fühlt hat es auch sofort einen Ende zu finden.
00:51:43: und ganz ehrlich einer Erfahrungswelt.
00:51:46: also wirklich ich kann jetzt subjektiv für mich nur sprechen habe ich das sehr sehr wenig erlebt.
00:51:52: Das Kinder eher in dieses sehr intensive interaktive ... sexuelle Erkunden oder Körpererkunden gegangen sind, sondern dann eher für sich selber die Erkundung vorgenommen haben.
00:52:06: Natürlich sowieso auch gesagt hast du was hast denn du da?
00:52:09: Deiner sieht ja so aus!
00:52:10: Du hast ja gar keinen, dass das schon irgendwie eine Rolle spielt.
00:52:13: aber ich habe zumindestens was nicht heißt nur weil es nicht wahrgenommen hat, dass es das nicht gegeben hat in meiner Zeit.
00:52:19: Das ist ganz wichtig auch noch mal zu benennen, nur weil ich etwas nicht... Wahrnehmer heißt das ja nicht, dass es nicht stattfindet.
00:52:26: Vor allem wenn Kitas so konzipiert sind, dass Kinder Rückzugsmöglichkeiten haben was ja wünschenswert ist kann das natürlich genau in solchen Bereichen dann stattfinden weil Kinder sich glaube ich sehr intuitiv Schutzräume für sowas suchen.
00:52:40: wie ist da deine Wahrnehmung?
00:52:42: Kinder ziehen sich zurück.
00:52:43: also umso jünger die Kinder sind umso mehr... Also da sind wir wieder bei dem Thema Schamentwicklung.
00:52:48: Krippenkinder fassen sich mitten im Gruppenraum an Vorschüler würden sich eher zurückziehen, die gehen ins Häuschen im Garten oder hinter dem Busch oder in irgendeine Nische etc.
00:52:59: Das heißt ja da können Körperkundungsspiele stattfinden, die wir im ersten Moment nicht wahrnehmen und dem her glaube ich ist ganz wichtig dass wir uns gerade auch bei den Risikoanalysen vom Schutzkonzept damit auseinandersetzen.
00:53:11: wo sind denn die Orte?
00:53:13: Und wenn ich im Hinterkörper Peter und Max ziehen sie sich dazu rück Dann gehe ich dort häufiger mal nachgucken oder gucken, wie ist die Atmosphäre.
00:53:22: Das finde ich auch noch ganz wichtig da drauf zu gucken.
00:53:24: also Rückzugsorte ja und gleichzeitig muss sich sie kennen und gleichzeitig Muss ich auch meine Aufsichtspflicht wahrnehmen Und mir bewusst sein dass ich da auch regelmäßig gucken muss ob die Atmostere bei den Kindern was bei dem was sie spielen noch stimmt.
00:53:40: Genau Ich würde noch eine Regel ergänzen, die mir ganz ganz wichtig ist und zwar die Regel dass sich ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim Spielen nicht beteiligen dürfen.
00:53:50: Das ist mir ganz wichtig.
00:53:53: ich denke bei uns pädagogischen Fachkräften sagen ganz viele ja es auch logisch.
00:53:58: aber jetzt habe ich eine vierzehnjährige oder einen vierzehnten jährigen Schulpraktikanten in der Einrichtung.
00:54:05: weiß sie das?
00:54:06: Wissen eure Praktikanten, wie sie mit Nähe und Distanz umgehen.
00:54:11: Wissen die was mache ich wenn ich ein Körpererkundungsspiel von Kindern beobachte?
00:54:15: Dass sie sich Hilfe holen sollen dass Sie sich nicht beteiligen sollen etc.
00:54:19: Und von dem ist das mir immer noch mal ganz wichtig.
00:54:21: denkt auch an die auszubildenden Praktikaner an ehrenamtliche
00:54:27: etc.,
00:54:27: die zu sensibilisieren weil hier wirklich Jugendliche Erwachsene, ältere Kinder haben sich nicht zu beteiligen und es ist auch nicht die Sache von Praktikanten diese Team zu begleiten.
00:54:40: Sondern da bedient nur die Fachkräfte.
00:54:41: Das finde ich nochmal ganz wichtig.
00:54:43: Ja sehr, sehr gute Ergänzung!
00:54:45: Ganz, ganz lieben Dank Daniela.
00:54:48: so unsere Zeit neigt sich tatsächlich langsam dem Ende.
00:54:50: wir sind schon wieder eine gute Stunde dabei.
00:54:53: Ich würde dir tatsächlich nochmal den Raum lassen noch mal irgendwie einen Wunsch, ein Appell genau zu diesem Thema zu äußern.
00:55:01: Dann natürlich deinen persönlichen Werbeblock zu starten bevor ich dem Podcast schließe.
00:55:08: also jetzt the stage is yours.
00:55:11: Also mein Appell oder meinen Wunsch Habt den Mut, euch mit dem Thema auseinanderzusetzen.
00:55:18: Weil es ist ein schönes Thema und ein spannendes Thema.
00:55:21: Es ist ein Thema das emotional ist.
00:55:24: Aber habt bitte den Mut euch damit auseinandersetzen Damit ihr die Kinder einfach gut begleiten könnt.
00:55:29: Genau Und hier mein nächster Appell der gleich in den Werbig-Block übergeht.
00:55:35: Wenn ihr unsicher seid oder ihr sagt Hilfe!
00:55:39: Da ist was passiert oder am besten noch bevor was passiert.
00:55:44: Wir brauchen als Team Unterstützung, dann holt euch die entweder über Referentinnen, über Fachberatungsstellen, über den Kinderschutzbund
00:55:52: etc.,
00:55:53: ihr könnt auch sehr gerne mich anschreiben.
00:55:55: ich mache ganz viel Begleitungen und Fallberatung etc.
00:56:00: Elternabende all diese Formate.
00:56:03: Aber holt euch die Hilfe rein, ihr seid nicht alleine und lieber man setzt sich proaktiv mit dem Thema auseinander wie nachher vielleicht auch Ängste irgendwie aufarbeiten zu müssen.
00:56:14: Das ist mir immer ganz wichtig.
00:56:16: Prävention statt Reaktion.
00:56:20: Auch bei den Fachkräften!
00:56:21: Auch bei den Fachkräften, überall.
00:56:23: Daniela was dürfen wo können die Leute dich überall finden?
00:56:29: Kontaktieren?
00:56:31: Was ist dein aktuelles Angebot?
00:56:32: ich meine du hast ja gerade gesagt Du baust grad ein Fortbildungsinstitut auf.
00:56:36: Wann können die leute sich dort anmelden?
00:56:38: was erwartet sie dort?
00:56:41: Ja erzähl uns doch mal ganz kurz
00:56:43: Ja also mit des Pädagogikum heißt es unten am hoch rein.
00:56:47: das ist so in der Nähe Basel drei ländereck da ganz unten im Eckchen.
00:56:53: Genau, Laufenburg sind wir und sie geht um verschiedene Fortbildungen rund um Kinderschutzbedürfnis, Orientierung, Haltung
00:57:00: etc.,
00:57:00: also das heißt entweder man kommt Präsenz unter an den Hoch rein oder man fragt mich für In-Haus Seminare an und erreichen tut man mich über meine Homepage www.pädagogikum oder die Info oder über Instagram.
00:57:13: dann je la falla pädagogikum Da bin ich auf jeden Fall erreichbar genau.
00:57:18: Und da gibt es ganz viele verschiedene Formate von Teamsitzung über In-House, über offene Seminare.
00:57:24: Also da ist nicht alles aber vieles möglich.
00:57:28: Genau!
00:57:30: Was Daniela gesagt hat kommt natürlich wie immer in die Show Notes das ihr alles rund um Daniela nochmal selber nachprüfungen wenn ihr merkt zu dem Thema.
00:57:40: Es ist super spannend und es hat mir gerade echt viel Berührungsängste genommen und ich möchte gern vertiefen.
00:57:46: dann kontaktiert bitte Daniela Da habt ihr wirklich eine Expertise an der Hand, die er jetzt in einer Stunde schon, ich glaube wirklich sehr runtergebrochen vieles mit uns besprochen hat.
00:57:58: Mir sehr viele Berührungsängste nochmal genommen hat obwohl ich sehr aufgeklärt und sehr offen dem Thema gegenüber stehe und zeitgleichs kann wir nicht immer alles wissen.
00:58:09: deswegen Daniela ganz herzlichen Dank für deine wertvolle Zeit, für die Impulse die du uns gegeben hast.
00:58:17: Und abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, nehmt euren Kompass in die Hand.
00:58:23: Geht rein mit Mut, richtet ihn Richtung Mut aus euch mit dem Thema auseinanderzusetzen um Kinder tatsächlich einfach schon rechtzeitig zu schützen und ihnen ein Bewusstsein für sich selbst im Körper und ihre Grenzen zu geben.
00:58:39: dann an der Stelle bis zum nächsten Mal.
00:58:41: Liebe Daniela ganz herzlichen Dank!
00:58:43: Tschüss.
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